Vorsicht, Zecke!

Gerade habe ich die dritte Zecke innerhalb von zwei Tagen von Boomer gesammelt. Sie hatten schon an der Haut angedockt. Diese Biester haben mittlerweile fast das ganze Jahr Saison! Ich weiß nicht, ob das an Boomer liegt, aber er zieht Zecken magisch an. Darum habe ich auch schon viel ausprobiert, um ihn vor Zecken zu schützen. Zeckenhalsband, Spot-On-Produkte, Kokosöl …

Zecken

Die Gefahr durch Zecken ist nicht zu unterschätzen. Sie können Krankheiten wie z. B. Anaplasmose, Borreliose oder in sehr seltenen Fällen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf Hunde übertragen.

Zecken saugen Blut. Nur dann können sie Eier legen und sich vermehren. Ein Zeckenstich juckt und kann anschwellen. Wenn Krankheitserreger mit im Spiel sind, kann sich der Bereich um den Zeckenbiss entzünden.

Zecken fallen nicht von Bäumen, sondern lauern auf Gräsern oder in Büschen. Hochsaison haben die kleinen Blutsauger gewöhnlich von März bis Ende Oktober, aber bei milden Temperaturen kann sich das nach vorn oder hinten verlängern. Bei den milden Wintern der letzten Jahre begann die Zeckensaison bereits im Februar und ging bis weit in den November hinein.

Der Tierärzteverband hat Studien veröffentlicht, die belegen, dass Zecken, die Krankheitserreger in sich tragen, Kälte und Hitze besser überleben als solche, die nicht infiziert sind. Wenn man also sehr früh im Jahr eine Zecke findet oder in sehr warmen und trockenen Monaten, in denen Zecken eigentlich seltener auftreten, dann steigt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich dabei um eine Zecke handeln könnte, die einen Krankheitserreger in sich trägt.

In jedem Fall sollte eine Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass sie sauber entfernt wird. Je länger man sich daran versucht oder die Zecke nicht richtig zu fassen bekommt, sie vielleicht nur in Teilen herauszieht, desto schlimmer wird es: Denn das setzt die Zecke unter Stress. Sie gibt ihr Gift an den Hund weiter. Um sie sicher zu entfernen, verwende ich eine Zeckenzange.

Zeckenmittel

In der Regel geht es dabei um den Einsatz von Zeckenhalsbändern, Tabletten oder Spot-On-Produkten. Darin enthalten sind Insektizide, die auch in die Blutbahn des Hundes gelangen können. Nicht jeder Hund verträgt hier jedes Präparat. Es muss nicht sein, aber es kann zu unschönen Nebenwirkungen kommen. Man sollte den Beipackzettel studieren und niemals gleichzeitig auch noch eine Wurmkur durchführen, um den Hund nicht doppelt zu belasten.

Gibt es Alternativen?

Ich habe gerade zwei natürliche Zeckenabwehrmittel zu Hause und werde sie in diesen Tagen testen (obwohl ich eigentlich dachte, ich brauche sie erst ab Februar/März wieder …): Das eine ist ein Spray, das man auf dem Fell des Hundes verteilt und pflanzliche Duftstoffe wie z. B. ein Zitronen-Eukalyptus Extrakt enthält, die Zecken abschrecken sollen (bin gespannt!), das andere ein Spot-On-Produkt ohne Insektizide (darauf bin ich noch gespannter!). Dies ist ein vorbeugender Zeckenschutz, so steht es auf der Verpackung (welche Firmen das anbieten, könnt Ihr recherchieren – ich habe es dort gekauft, wo ich auch online Wurmtests beziehe), das Mittel ist völlig frei von Fraß- und Kontaktgiften. Ob es hilft? Ich werde es testen. Und wieder berichten. Das wird sich vermutlich erst in der nächsten Zecken-Hochsaison zeigen.

Auf jeden Fall werde ich bei diesen milden Novembertemperaturen weiterhin die Augen offenhalten und Boomers Fell nach Spaziergängen absuchen.

Tipp für unterwegs:

Wenn man schon während des Spaziergangs Zecken entdeckt, die sich ein schönes Plätzchen an Eurem Hund suchen wollen, ist es gut, sie nicht nur sofort abzuzupfen, sondern auch unschädlich zu machen. Meine Freundin trägt zu diesem Zweck immer ein Mini-Fläschchen mit Apfelessig bei sich. Die Zecke kommt in die Essiglösung, Deckel drauf – et voilà – ein Problem weniger …

In eigener Sache

Alles rund um Zecken steht übrigens auch hier:

https://www.bod.de/buchshop/wunder-auf-vier-pfoten-welpenbuch-tanja-griesel-9783752627824

oder hier:

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